Bruno Rechenbär

Freie Arbeit im Mathematikunterricht

Organisation des Arbeitsprozesses
Freiarbeit im Mathematikunterricht der Grundschule

Die Karteikarten bot ich den Kindern in einem Karteikasten lose zur Bearbeitung an. Dann ist es vorteilhaft, sie in DIN A5-Plastikhüllen zu stecken. Jedes Kind, das mit einer Kartei arbeitete, musste außerdem darauf achten, dass die Reihenfolge der Karteikarten beibehalten wurde. Dadurch war es möglich, dass mehrere Teams sich mit diesen Aufgaben beschäftigen konnten.
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Man kann die Karten auch am oberen oder seitlichen Rand mit einer Ringbindemaschine zusammenbinden. Das hat den Vorteil, dass die Karten immer vollständig und in der richtigen Reihenfolge beieinander bleiben. Von Nachteil ist bei dieser Methode, dass immer alle Karten einer Aufgabenserie von einem Kind oder einer Kleingruppe blockiert werden.
Die Aufgabenkarteien versuchte ich immer so zu gestalten, dass die bei der Bearbeitung entstehenden Ergebnisse produktorientiert waren. Das konnten Themenhefte, Ergebnissicherungshefte, Plakate, Ausstellungen oder Vorträge sein.
Von jedem aktuellen Arbeitsheft fertigte ich in der Regel sechs Exemplare an und stellte sie in einem Karteikasten zur freien Wahl im Klassenraum aus. Es hatte sich bei mir bewährt, im Karteikasten nach dem letzten Heft ein (rotes) Blatt mit der Heftbezeichnung einzulegen. Ich kopierte dafür die Titelseite des Heftes auf roten Kopierkarton. Wurde das letzte Heft dem Karteikasten entnommen, dann sollte das Kind das rote Blatt bei mir abgeben, damit ich eventuell neue Hefte anfertigen konnte. Wurde das vom Kind vergessen, dann wurde der Leerstand spätestens am Ende des Schultages von mir entdeckt.
Möchte man nicht so viele Kopien für die Herstellung der Arbeitshefte verwenden, dann können die Hefte wie oben beschrieben auch als Kartei angeboten werden. Es fällt aber der für das Kind positive Effekt weg, dass es das vollständige Heft als Produkt seiner Anstrengungen mit nach Hause nehmen kann.