Bruno Rechenbär

Freie Arbeit im Mathematikunterricht

Vorgaben
Freiarbeit im Mathematikunterricht der Grundschule

Damit die Arbeiten der Kinder während der freien Arbeitszeit nicht zufällig und beziehungslos wurden, musste die Freie Arbeit sehr gründlich geplant werden.
Das zufällige und beziehungslose Arbeiten wurde durch das von mir zur Verfügung gestellte Aufgabenangebot minimiert. Außerdem machte ich den Kindern vom zweiten Schuljahr an Vorgaben, die sicherstellten, dass z.B. mindestens je eine arithmetische und eine geometrische Aufgabe oder eine Mindestanzahl von Aufgaben bearbeitet wurden. Diese Vorgaben waren in der Kontrollkarte vermerkt, die die Kinder jedes Schulhalbjahr neu erhielten.
Für die Gestaltung und den Umfang der Vorgaben gab es keine grundsätzlich festen Regeln. Jede Klasse war anderes und mit den Klassen änderten sich auch meine Vorgaben. Legte ich Vorgaben fest, war es mir dabei wichtig, diese Festlegung den Kindern transparent zu machen. Die Festlegung galt für ein Schulhalbjahr, konnte aber zu Gunsten der Kinder abgeändert werde. Das war immer dann der Fall, wenn entweder ungeplante Störungen eine vollständige Bearbeitung unmöglich machten oder wenn ich das Arbeitsvermögen der Kinder falsch eingeschätzt hatte.