Bruno Rechenbär

Freie Arbeit im Mathematikunterricht

Der Mathematik-Raum als Ort des gelenkten und freien Arbeitens

Der veränderten Arbeitsweise entsprechend angepasst war der Mathematik-Raum anders als übliche Klassenräume eingerichtet. In ihm sollten die Kinder möglichst viele schulische Inhalte flexibel, differenziert und teilweise auch nach selbstgewählten Schwerpunkten erarbeiten können und es sollten z.B. parallel Einzelarbeit, Partnerarbeit, Gruppenarbeit, Besprechungen und Freiarbeit problemarm möglich sein.
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Vor der festen Wandtafel hielt ich eine große Fläche frei. Hier konnten wir uns zur einleitenden Planung und später wieder zum Vorstellen der erzielten Arbeitsergebnisse treffen. Das war an dieser Stelle immer dann der Fall, wenn die Tafel oder ein Präsentationstisch für frontale Erläuterungen oder Darbietungen benötigt wurden.
(2) Wurde keine frontale Präsentation benötigt, trafen wir uns zu den gemeinsamen Besprechungen am großen, zentralen Tisch, der aus mehreren rollbaren und höhenverstellbaren Tischelementen zusammengesetzt war. Er konnte für spätere Gruppenarbeitsphasen leicht auseinander gerückt werden.
Weitere Gruppentische (6) befanden sich im Nachbarraum und auf dem Flur.
(1) An den Seitenwänden befanden sich Wandpulte als Einzelplatzelemente. Hier und an den großen Tischen (2) konnten die Kinder störungsarm ihre Übungsaufgaben anfertigen. Die höhenverstellbaren Wandpulte - boten den Kindern einen eigenen Privatbereich und motivierten zur Vertiefung. Unter der Tischplatte des Wandpults war Platz für persönliche Utensilien und Lernmittel. Über der Platte war ein Regalboden angebracht.
Die höhenverstellbaren Hocker vor den Wandpulten dienten nicht nur der Sitzgelegenheit, sondern konnten, wenn die Kinder auf dem Boden knieten, auch als Schreibfläche genutzt werden.
(3) Die Arbeitsmaterialien für den Lehrgang und für die Freiarbeit wurden den Kindern auf fahrbaren Gerätewagen bereit gestellt. (z.B. Wendeplättchen, Zwanzigerstreifen, Hundertertafel, Einmaleinstafel ...).
(4) An den 14 Computer-Arbeitsplätzen, sechs davon in BRUNOs eigenem Computerraum, der über den Flur erreichbar war, konnten die Kinder an Apple-Rechnern mit einigen Trainingsprogrammen (z.B. Blitzrechnen aus dem Klett-Verlag) ihre Rechenfertigkeiten verbessern.
(5) Der herzförmige Lehrertisch war ebenfalls durch (feststellbare) Rollen mobil und konnte stufenlos von 72 bis 115 cm in der Höhe verstellt werden.
(6) Auf dem Flur befanden sich zwei weitere Gruppenarbeitstische und zwei Schultaschenschränke.