Bruno Rechenbär

Freie Arbeit im Mathematikunterricht

Möbel
Freiarbeit im Mathematikunterricht der Grundschule

Bei der Planung und Umgestaltung der mir zur Verfügung stehenden Räume zu einem Mathematik-Raum stützte ich mich auf langjährige Erfahrungen, die ich in verschiedenen Schulen sammeln konnte.
Außerdem habe ich mich sehr deutlich von skandinavischen Vorbildern inspirieren lassen. So z.B. von dem dänischen Schulmöbel-Hersteller SIS International mit dem Programm SISabc, mit dessen Möbeln der Raum ausgestattet wurde.
"SISabc ermöglicht all das, was der Lehrer gerne mit den Schülern im Klassenzimmer unternehmen möchte. Hier gibt es die Möglichkeit zur Veränderung und Platz für den Einzelnen. Die vielen Unterrichtsformen erhalten den benötigten Spielraum und können allen Beteiligten die Arbeitsfreude verleihen, die den Schulalltag zum Vergnügen machen.
SISabc bietet die Möglichkeit, zwischen Vertiefung und Gemeinschaft zu wechseln. Die mobilen Möbel können frei umgestellt werden und bilden die Grundlage für die gemeinschaftlichen Aktivitäten. Wenn die Schüler konzentriert arbeiten sollen oder Platz für eine Atempause benötigt wird, dienen die Pulte als Privatzone der Schüler oder zur Stillarbeit.
Mit SISabc ist das dynamische und multifunktionale Klassenzimmer Wirklichkeit geworden."
(Inspirationskatalog 2002/2003 - SIS)
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Der Mathematik-Raum wurde mit 60 cm breiten Wandpulten (Studienzellen) ausgestattet, die entlang der Wand angebracht wurden. Die Schüler konnten stehend oder sitzend arbeiten, hatten eine Privatzone, in der er sich auf seine individuellen Arbeiten konzentrieren konnten. Die Schreibplatten der Wandpulte waren in 10 Stufen in der Höhe verstellbar. Zur optimalen Schreib-Lesesituation konnten sie im Winkel von 7 bis 10° schräg gestellt werden.
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Der Schülerstuhl war ein einfacher Hocker ohne Rückenlehne. Die quadratische und ebene Sitzfläche im Maß von 35 x 35cm konnte auch als Pult genutzt werden, wenn das Kind auf dem Boden saß. mehrere Hocker konnten zu einem niedrigen Gruppenarbeitsplatz zusammen geschoben werden.
Sollte das individuelle Arbeiten für eine kurze frontale Phase unterbrochen werden, musste die Position des Hockers nicht verändert werden - es drehte sich der Schüler zur Tafel und später wieder zu seiner individuellen Arbeit zurück.
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Text, Skizzen und Fotos verändert aus Firmenprospekten SIS International entnommen.